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Großglockner

Natur am Großglockner

Wald, Wasser und Tierwelt — was sich gerade verändert und wo man es sieht.

Sehenswert

Wilde Natur der Hohen Tauern: Murmeltier, Steinadler und der Stopp an der Fuscher Lacke

Hochplateau der Glocknerstraße unter einer Föhnwolke
Hochplateau der Glocknerstraße unter einer Föhnwolke

Die Glocknerstraße verläuft vollständig im Nationalpark Hohe Tauern, dem mit rund 1856 Quadratkilometern größten Nationalpark der Alpen, der sich über die Bundesländer Salzburg, Kärnten und Tirol erstreckt. Trotz der extremen Lebensbedingungen beherbergt er ein Drittel aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten und an die 10.000 Tierarten – ein bemerkenswert reicher Naturraum für eine derart hochgelegene Region.

Die „Big Five" der Hohen Tauern

Als die fünf charakteristischen Tierarten des Nationalparks gelten Steinbock, Gämse, Murmeltier, Steinadler und Bartgeier. Am ehesten begegnet man unterwegs den Murmeltieren, deren Pfeifen man an den Hängen oft hört, bevor man sie sieht. Steinböcke halten sich im hochalpinen Fels auf, und mit etwas Glück und einem Blick nach oben sichtet man kreisende Greifvögel. Wer Tiere beobachten will, sollte am frühen Morgen unterwegs sein – dann ist nicht nur die Tierwelt aktiv, sondern auch die Straße noch leer.

Krimmler Wasserfälle

Die Krimmler Ache stürzt in drei Stufen zu Tal; ein gut angelegter Wanderweg mit zahlreichen Kehren führt am Wasserfall entlang nach oben. Schon die unterste Stufe direkt vom Eingang aus ist beeindruckend, wenn man wenig Zeit oder wenig Lust auf den ganzen Aufstieg hat – in Motorradstiefeln eine realistische Einschätzung.

Pausenplätze entlang der Straße

Für eine ruhige Rast eignen sich die ausgewiesenen Parkflächen besonders, die alle im Mautticket enthalten sind. Die Fuscher Lacke mit ihrem kleinen Bergsee ist ein klassischer Pausenplatz, ebenso das Fuscher Törl mit seinem Rundblick. Ein Punkt wird dabei regelmäßig unterschätzt: Eine Pause in der prallen Höhensonne führt trotz kühler Luft zu Sonnenbrand. Wasser und Sonnenschutz gehören deshalb genauso ins Gepäck wie die warme Schicht.

Rücksicht im Schutzgebiet

Der Nationalpark ist Schutzgebiet, und das hat für Besucher konkrete Folgen: Entlang der Straße ist kein Campieren erlaubt, und das Verlassen der ausgewiesenen Wege oder das Annähern an Wildtiere stört die empfindliche Bergwelt. Wer Murmeltiere oder Steinböcke beobachtet, hält Abstand und lockt sie nicht mit Futter an. Müll nimmt man wieder mit. Auf 2500 Metern wächst eine zertretene Fläche über Jahre nicht zu – kleine Eingriffe wiegen hier oben deutlich schwerer als im Tal.

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